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Tipps für den Monat September


🌿 Gemüse & Kräuter
• Wurzelgemüse ernten: Möhren, Rote Beete, Sellerie und Pastinaken können nach und nach geerntet werden.
• Wintergemüse aussäen: Feldsalat, Spinat, Winterheckenzwiebel, Radieschen, Asia-Salate und Winterportulak können noch ins Beet.
• Wintersteckzwiebeln und Knoblauch können ab September/Oktober gesteckt werden.
• Auf ungenutzten Beeten Gründüngung einsäen oder dünn mulchen, mit Grünmaterial aller Art.
• Tomatenbeete weiterhin licht halten, ausgeizen. Entgipfeln (das Entfernen der aktivsten Blätter) ist meist nicht nötig. Besser ist das Ausbrechen  
   von Blüten, die nicht mehr zur Reife kommen.
• Kräuter zurückschneiden: Schnittlauch, Minze und andere mehrjährige Kräuter können noch geerntet und für den Winter vorbereitet werden.
• Schnecken beginnen mit der Eiablage – große Exemplare unbedingt absammeln.

🌳 Obstgarten
• Äpfel und Birnen ernten: Reifes Fallobst regelmäßig aufsammeln, damit sich Krankheiten und Schädlinge weniger ausbreiten.
• Beschädigte und faulende Früchte auspflücken.
• Trauben ernten: Bei reifen Weintrauben ist jetzt die richtige Zeit.
• Erdbeeren: Ausläufer können noch eingepflanzt werden, damit sie im nächsten Jahr kräftige Pflanzen bilden.
• Johannis- und Stachelbeeren mit Steckhölzern vermehren.
• Abgetragene Ruten bei Sommerhimbeeren entfernen und verbleibende Jungruten mit Reserve auf 12 – 15 Stück pro Laufmeter auslichten.
• Brombeeren auf ca. 4 – 6 Jungtriebe pro Strauch auslichten.
• Empfindliche Gehölze wie Kiwi und Walnuss schneiden.
• Bei Steinobst im belaubten Zustand Auslichtungsschnitt vornehmen.
• Zum Monatsende Leimringe gegen den Frostspanner anlegen.

🌸 Blumen & Stauden
• Frühjahrsblüher pflanzen: Jetzt ist eine gute Zeit für Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Blumenzwiebeln.
• Stauden teilen: Viele robuste Stauden lassen sich nach der Blüte teilen und an anderer Stelle neu einsetzen.
• Samen sammeln: Samen von Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Cosmea, Sonnenblumen, Stockrosen und anderen verblühten Pflanzen sammeln 
  und trocken lagern (in dunklen Gläsern oder Papiertütchen).
• Nicht alles zurückschneiden: Einige verblühte Stauden bieten Vögeln Nahrung und Insekten Schutz über den Winter.
• Kübelpflanzen nicht mehr düngen.
• Blühflächen und Blumenwiesen ansäen.

🍂 Rasen & Boden
• Rasen nachsäen: September ist eine besonders gute Zeit für Nachsaat, weil der Boden noch warm und die Temperaturen angenehmer sind.
• Letzte Düngung: Falls nötig, einen geeigneten Herbstrasendünger verwenden – möglichst keinen stark stickstoffbetonten Dünger mehr.
• Rasenkanten abstechen.
• Laub nutzen: Gesundes Laub kann unter Sträuchern liegen bleiben oder zu wertvollem Laubkompost verarbeitet werden.
• Beete vorbereiten: Leere Flächen von Unkraut befreien und mit Kompost oder einer Mulchschicht versorgen.

🐦 Tiere im Garten
• Laubhaufen und Reisighaufen stehen lassen: Sie können Igeln und vielen anderen Tieren als Winterquartier dienen.
• Späte Blüten anbieten: Herbstastern, Fetthenne, Sonnenhut und andere spätblühende Pflanzen liefern noch Nahrung für Insekten.
• Wasserstellen pflegen: Vogeltränken regelmäßig reinigen und weiterhin mit frischem Wasser füllen.

Allgemeine Tipps:
Nicht zu viel auf einmal aufräumen. Ein etwas „unordentlicher“ Garten ist im Herbst oft ein viel besserer Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere.

Informative Führungen und Aktionen rund um das Thema Vielfalt und Naturkreisläufe bei der
Fa. Dehner in Rain am Lech

Entdecken Sie die heimische Tier- und Pflanzenwelt im 12.000 m² großen Naturlehrgarten der Firma Dehner in Rain am Lech.
In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen hier Sträucher wie Weißdorn, Schlehe oder Liguster und Bäume wie Ulme, Eiche oder Pappel.
Tafeln entlang des Rundweges informieren über Besonderheiten und Ausgefallenes, erklären Blüten, Samen und Blätter der Bäume.
Naturgetreue Bronzenachbildungen von Fröschen, Füchsen, Vögeln, Wildschweinen und Rehen können in Ruhe betrachtet und natürlich auch gestreichelt werden. Ein integriertes Klangkonzept mit Tierstimmenimitationen sorgt für spannende Abwechslung.
Dehner Naturlehrgarten: https://www.dehner.de/blumenpark/der-blumenpark/naturlehrgarten/

Flyer Naturlehrgarten – Erwachsenehttps://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/FL_Erwachsene_NLG.pdf
Anmeldeformular Naturlehrgarten – Gruppen & Vereine:  https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/Anmeldeformular_Gruppen_Vereine_NLG.pdf

Für Schulklassen, Kindergartengruppen, Gruppen und Vereine wird von Montag bis Freitag – und an Samstagen nach Absprache – Führungen durch die verschiedenen Lebensräume angeboten!
Flyer Naturlehrgarten-Kids:  https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/FL_Kids_NLG.pdf
Anmeldeformular Naturlehrgarten – Kids:  https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/Anmeldeformular_Kids_NLG.pdf

Warum Vielfalt im Garten so wichtig ist - die 10 besten Schritte für mehr Vielfalt im Garten
Hier der Link des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München:
https:////daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/fd249b5c364014248c6329c7f77c9d86249097/Vielfaltsgartenfibel_final.pdf

Merkblätter und Garteninfos

Wir geben Ihnen hier eine kleine Auswahl von Merkblättern des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München.

Auf Wunsch geben Ihnen die Ortsvereine, oder die Fachbereiche des Kreisverbandes, weitere Informationen.
Neu: Wir bauen ein Sandarium, siehe unten!





Wir legen ein Sandarium für Wildbienen an
Foto: Vera Hickethier
Kaum einer weiß, dass nur ein Viertel der Wildbienen überhaupt die klassischen Nisthilfen, welche in Insektenhotels bereitgestellt werden, nutzt. Dreiviertel aller Wildbienenarten sind Erdnister. Sie brauchen lockere, sandige und trockenen Böden, die im besten Fall etwas von Vegetation befreit sind. Von den 460 Wildbienenarten, nisten 340 Arten im Boden. Wildbienen machen nicht nur Pestizideinsatz und Futtermangel zu schaffen, sondern auch fehlende Nistplätze. Wie Ihr helfen könnt? Beispielsweise mit dem Anlegen eines so genannten Sandariums!
Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein Sandarium
• Als Standort eignet sich ein möglichst vollsonniger Platz im Garten.
• Das Sandbeet sollte mindestens ein Maß von 40 x 40 Zentimetern (Breite x Länge) haben. Gerne auch mehr.
• Heben Sie eine Mulde von mindestens 50 Zentimetern Tiefe aus, damit die Wildbienen später ausreichend Platz für ihre Niströhren haben.
• Das Wichtigste ist der Sand. Greifen Sie nicht auf Spielplatz-Sand zurück. Dieser feine, gewaschene Flusssand ist ungeeignet, Niströhren würden sofort einbrechen. Besorgen Sie sich am besten in einem Steinbruch, über den Bauhof oder ein Schüttgutunternehmen ungewaschenen, groben Sand mit unterschiedlicher Körnung von 0 - 8 mm.
• Machen Sie eine Förmchenprobe: Füllen Sie den feuchten Sand in einen Joghurtbecher und stellen ihn zum Trocken auf den Kopf. Hält die Form im trockenen Zustand gut zusammen? Dann passt die Sandstruktur.
• Füllen Sie den Sand in die Mulde und häufen Sie einen Hügel beziehungsweise eine Schräge auf. So kann Regenwasser leicht ablaufen und das Sandarium trocknet schnell wieder ab. Wenn Ihr Boden sehr lehmig ist, können Sie am Fuß der Mulde auch eine Drainage-Schicht aus Ziegelbruch oder grobem Kies einbringen. Klopfen Sie mit einer Schaufel den Hügel fest, um das Material noch ein wenig zu verdichten.
• Jetzt bringen Sie auf dem Sandbeet oder drumherum Totholz auf: Äste, Wurzeln, alte Weinreben, Brennholz. Warum? Die Wildbienen nagen das Totholz ab. Denn sie benötigen dieses Material, um ihre Brutröhren und -höhlen zu verschließen.
• Damit das Sandarium nicht als Katzenklo endet, sollten Sie nun locker Brombeer-Ranken oder Rosenschnitt drauf verteilen.
• Ist es nun damit getan? Ja, wenn Sie einen naturnahen Garten mit vielen nektar- und pollenspendenden Pflanzen haben, die von Früh- bis Spätjahr die Versorgung sichern. Wenn nicht, dann müssen Sie für Futterpflanzen sorgen.
• Geeignet sind dafür Bienen-Futterpflanzen, die Trockenheit und Hitze vertragen. Zum Beispiel mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Zitronenthymian, Oregano, Salbei, Lavendel, aber auch Glockenblumenarten, Feder-, Pfingst- oder Kartäusernelken, Johanniskraut oder die Moschusmalve. Wichtig: Kaufen Sie keine Pflanzen, die gefüllte Blüten bilden oder Blühpflanzen aus Hybrid-Züchtungen, denn sie entwickeln kaum Nektar oder Pollen!
• Ganz wichtig: Bepflanzen Sie Ihr Sandarium nur spärlich. Das Ziel ist ja, den Wildbienen freie Fläche fürs Nisten anzubieten. Sie können die Futterpflanzen auch am Fuße des Sandariums einsetzen.
Und nun viel Spaß beim Beobachten der Wildbienen!
Euer Zukunftsgärtner(n)-Team
Mit freundlicher Genehmigung von: NABU-Zukunftsgarten Borna, NABU-Landesverband Sachsen e.V.