Tipps für den Monat Juni
Gemüse:
- Tomaten regelmäßig ausgeizen, also die Triebe in den Blattachseln ausbrechen. Außerdem die Tomaten wöchentlich aufbinden, Pflanzenbestände licht halten.
- Bei Schlangengurken die Seitentriebe und Früchte bis Kniehöhe ausbrechen.
- Die erste, also die Königsblüte bei Paprika entfernen.
- Häufeln Sie Bohnen und Lauch an.
Jetzt ist die beste Zeit Wintergemüse zu säen:
- Gemüse, das von Oktober bis in den März geerntet werden kann, bezeichnet man als Wintergemüse. Die Übergänge zum Herbstgemüse sind zwar fließend aber eines haben Wintergemüse allesamt gemeinsam: Sie vertragen Frost. Lauch, Feldsalate, Winterportulak und Wirsing sind dabei hart im Nehmen, Chinakohl und Rote Bete sollten dagegen nicht zu lange den Minusgraden ausgesetzt sein. Das Gute am Wintergemüse ist außerdem: Sie sind lagerfähig. Kohlarten, Wirsing, Lauch, Chinakohl und Endivien können jetzt vorgezogen, gesät oder auch schon gepflanzt werden.
- Frei gewordene Flächen sollten schnell wieder bepflanzt werden, um den Platz zu nutzen und damit der Boden bedeckt ist.
Alternativ gönnen Sie dem Boden eine Pause und säen eine Gründüngung, beispielsweise Serradella, Phacelia oder Luzerne aus. Die Pflanzenwurzeln lockern den Boden, bilden schnell Grünmasse und verhindern auf ungenutzten Beeten eine Auswaschung von Nährstoffen. Der Humusanteil bleibt nicht nur erhalten, sondern erhöht sich sogar nach und nach, da die abgestorbenen Wurzeln im Boden verbleiben und die organische Masse oberflächlich eingearbeitet wird. - Blattkräuter: wie Minze, Melisse, Thymian und Salbei sind am aromareichsten und arm an Bitterstoffen, wenn sie noch nicht blühen. Bei trockenem Hochdruckwetter ernten und zum Trocknen an einen schattigen und zugleich luftigen Ort aufhängen.
Beeren:
- Bei starken Hitzeperioden und damit verbundener Sonnenbrandgefahr Erdbeeren und Beerenfrüchte schattieren.
- Faulige Erdbeeren kontinuierlich entfernen.
- Gut tragende Erdbeeren für die Weitervermehrung markieren.
Obstgehölze:
- Obstbäume und Beerensträucher bei Bedarf bewässern.
- Baumscheiben unkrautfrei halten.
- Wassertriebe / Wurzelschosse entfernen.
- Kirschen immer mit Stiel ernten, so bleiben sie länger haltbar.
- Beerensträucher und Steinobstbäume bei der Ernte schneiden.
Pflanzenkrankheiten bekämpfen: - Doch nicht nur die Pflanzen wachsen kräftig, auch viele Schädlinge wie Blattläuse und Pilzkrankheiten wie Mehltau breiten sich aus. Oft helfen natürliche Mittel zur Stärkung oder zur Bekämpfung. Auch Nützlinge bekämpfen Schädlinge.
- Pflanzenschutznetze für gelbe Rüben, Kohlgemüse und Zwiebeln beugen Gemüsefliegen vor.
- Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen auf Schädlinge und Krankheiten. Es lohnt sich, wenn sie frühzeitig kranke, befallene Blätter entfernen und am besten im Hausmüll entsorgen.
Blumen:
- Zweijährige Sommerblumen aussäen: Vergissmeinnicht, Goldlack, Bartnelken, Stockrosen und andere
- Sobald die Spätfrühlingsblüher unter den Gehölzen verblüht sind, die Samenstände abschneiden.
- Anfang Juni können noch sommerblühende Knollen- und Zwiebelblumen (Dahlien, Gladiolen) gesetzt werden.
- Teilrückschnitt bei hohen Sommer- und Herbstblühern wie Sonnenbraut, Sonnenauge, Stauden-Sonnenblume oder Herbst-Astern. Ein Drittel bis die Hälfte der Stiele zurückschneiden, dies fördert die Verzweigung, Blütenfülle, Standfestigkeit und verlängert die Blühperiode.
- Blumen und Terrassenpflanzen regelmäßig düngen
- Öfter blühende Rosen benötigen einen Rückschnitt und frischen Dünger.
- Besondere Aufmerksamkeit benötigt Rhododendron: Verblühtes sollte entfernt und die Pflanze auf Schädlinge untersucht werden.
Rasen:
- Der Rasen wächst kräftig und muss regelmäßig gemäht werden. Bei Trockenheit gilt: Nicht zu tief mähen, bei 5-7 cm Schnitthöhe trocknet der Rasen nicht so schnell aus.
- Den Rasenschnitt als Mulch für die Beete verwenden.
- Rasen im Juni düngen.
- Unkraut jäten, regelmäßig die Blütenstände bzw. unreifen Samenstände abknipsen.
Tipps zum Gießen:
- Am besten in den Morgenstunden gießen, um die Verdunstung so gering wie möglich zu halten.
- Mit Regenwasser gießen, das hat die richtige Temperatur, ist kalkfrei, weich und spart Wasser.
- Besser einmal durchdringend gießen, als dreimal wenig. So entwickeln sich die Wurzeln in die Tiefe und können bei Trockenheit auch tiefergelegenes Wasser noch nutzen. Noch besser, die Erde aufhäckeln, denn einmal häckeln spart dreimal gießen!
- Bei Tomaten, Kohlrabi, Fenchel und anderem Fruchtgemüse den Boden nicht austrocknen lassen. Der Wechsel zwischen Trockenheit und Feuchte lässt die Früchte platzen.
- Nicht auf die Blätter gießen. Bleiben sie länger feucht, haben Pilzkrankheiten leichtes Spiel.
- Trockenen Boden vorsichtig lockern, dann wässern und anschließend mulchen.
Informative Führungen und Aktionen rund um das Thema Vielfalt und Naturkreisläufe bei der
Fa. Dehner in Rain am Lech
Entdecken Sie die heimische Tier- und Pflanzenwelt im 12.000 m² großen Naturlehrgarten der Firma Dehner in Rain am Lech.
In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen hier Sträucher wie Weißdorn, Schlehe oder Liguster und Bäume wie Ulme, Eiche oder Pappel.
Tafeln entlang des Rundweges informieren über Besonderheiten und Ausgefallenes, erklären Blüten, Samen und Blätter der Bäume.
Naturgetreue Bronzenachbildungen von Fröschen, Füchsen, Vögeln, Wildschweinen und Rehen können in Ruhe betrachtet und natürlich auch gestreichelt werden. Ein integriertes Klangkonzept mit Tierstimmenimitationen sorgt für spannende Abwechslung.
Dehner Naturlehrgarten: https://www.dehner.de/blumenpark/der-blumenpark/naturlehrgarten/
Flyer Naturlehrgarten – Erwachsene: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/FL_Erwachsene_NLG.pdf
Anmeldeformular Naturlehrgarten – Gruppen & Vereine: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/Anmeldeformular_Gruppen_Vereine_NLG.pdf
Für Schulklassen, Kindergartengruppen, Gruppen und Vereine wird von Montag bis Freitag – und an Samstagen nach Absprache – Führungen durch die verschiedenen Lebensräume angeboten!
Flyer Naturlehrgarten-Kids: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/FL_Kids_NLG.pdf
Anmeldeformular Naturlehrgarten – Kids: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/Anmeldeformular_Kids_NLG.pdf
Warum Vielfalt im Garten so wichtig ist - die 10 besten Schritte für mehr Vielfalt im Garten
Hier der Link des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München:
https:////daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/fd249b5c364014248c6329c7f77c9d86249097/Vielfaltsgartenfibel_final.pdf
Merkblätter und Garteninfos
Wir geben Ihnen hier eine kleine Auswahl von Merkblättern des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München.
Auf Wunsch geben Ihnen die Ortsvereine, oder die Fachbereiche des Kreisverbandes, weitere Informationen.
Neu: Wir bauen ein Sandarium, siehe unten!
Pflanzenkunde und Pflanzenverwendung
Wildgehölze - Nutzen und Verwendung
Pflanzung von Streuobstbäumen -Merkblatt-
Pflanzenschutz / Krankheiten an Pflanzen
Natürliche Schädlingsbekämpfung im Gemüsegarten
Schädlinge an Obstgehölzen - Frostspanner und Apfelwickler
Schnecken im Garten
Pflanzenschutzmittel aus Naturstoffen
Krankheiten und Schädlinge an Kirsche
Krankheiten und Schädlinge an Rosen
Krankheiten und Schädlinge am Wein
Narrenkrankheit der Zwetschge und Gitterrost an Birne
Schorf- und Mehltaupilze am Apfelbaum
Wir legen ein Sandarium für Wildbienen an
Foto: Vera Hickethier
Kaum einer weiß, dass nur ein Viertel der Wildbienen überhaupt die klassischen Nisthilfen, welche in Insektenhotels bereitgestellt werden, nutzt. Dreiviertel aller Wildbienenarten sind Erdnister. Sie brauchen lockere, sandige und trockenen Böden, die im besten Fall etwas von Vegetation befreit sind. Von den 460 Wildbienenarten, nisten 340 Arten im Boden. Wildbienen machen nicht nur Pestizideinsatz und Futtermangel zu schaffen, sondern auch fehlende Nistplätze. Wie Ihr helfen könnt? Beispielsweise mit dem Anlegen eines so genannten Sandariums!
Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein Sandarium
• Als Standort eignet sich ein möglichst vollsonniger Platz im Garten.
• Das Sandbeet sollte mindestens ein Maß von 40 x 40 Zentimetern (Breite x Länge) haben. Gerne auch mehr.
• Heben Sie eine Mulde von mindestens 50 Zentimetern Tiefe aus, damit die Wildbienen später ausreichend Platz für ihre Niströhren haben.
• Das Wichtigste ist der Sand. Greifen Sie nicht auf Spielplatz-Sand zurück. Dieser feine, gewaschene Flusssand ist ungeeignet, Niströhren würden sofort einbrechen. Besorgen Sie sich am besten in einem Steinbruch, über den Bauhof oder ein Schüttgutunternehmen ungewaschenen, groben Sand mit unterschiedlicher Körnung von 0 - 8 mm.
• Machen Sie eine Förmchenprobe: Füllen Sie den feuchten Sand in einen Joghurtbecher und stellen ihn zum Trocken auf den Kopf. Hält die Form im trockenen Zustand gut zusammen? Dann passt die Sandstruktur.
• Füllen Sie den Sand in die Mulde und häufen Sie einen Hügel beziehungsweise eine Schräge auf. So kann Regenwasser leicht ablaufen und das Sandarium trocknet schnell wieder ab. Wenn Ihr Boden sehr lehmig ist, können Sie am Fuß der Mulde auch eine Drainage-Schicht aus Ziegelbruch oder grobem Kies einbringen. Klopfen Sie mit einer Schaufel den Hügel fest, um das Material noch ein wenig zu verdichten.
• Jetzt bringen Sie auf dem Sandbeet oder drumherum Totholz auf: Äste, Wurzeln, alte Weinreben, Brennholz. Warum? Die Wildbienen nagen das Totholz ab. Denn sie benötigen dieses Material, um ihre Brutröhren und -höhlen zu verschließen.
• Damit das Sandarium nicht als Katzenklo endet, sollten Sie nun locker Brombeer-Ranken oder Rosenschnitt drauf verteilen.
• Ist es nun damit getan? Ja, wenn Sie einen naturnahen Garten mit vielen nektar- und pollenspendenden Pflanzen haben, die von Früh- bis Spätjahr die Versorgung sichern. Wenn nicht, dann müssen Sie für Futterpflanzen sorgen.
• Geeignet sind dafür Bienen-Futterpflanzen, die Trockenheit und Hitze vertragen. Zum Beispiel mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Zitronenthymian, Oregano, Salbei, Lavendel, aber auch Glockenblumenarten, Feder-, Pfingst- oder Kartäusernelken, Johanniskraut oder die Moschusmalve. Wichtig: Kaufen Sie keine Pflanzen, die gefüllte Blüten bilden oder Blühpflanzen aus Hybrid-Züchtungen, denn sie entwickeln kaum Nektar oder Pollen!
• Ganz wichtig: Bepflanzen Sie Ihr Sandarium nur spärlich. Das Ziel ist ja, den Wildbienen freie Fläche fürs Nisten anzubieten. Sie können die Futterpflanzen auch am Fuße des Sandariums einsetzen.
Und nun viel Spaß beim Beobachten der Wildbienen!
Euer Zukunftsgärtner(n)-Team
Mit freundlicher Genehmigung von: NABU-Zukunftsgarten Borna, NABU-Landesverband Sachsen e.V.

